Kopftuch, Kreuz, Dastar, Kippa: Wann darf das Tragen religiöser Symbole und Kleidung in der Arbeit untersagt werden?

  von in Rechtliches

Antwort auf diese Fragen gibt der Standard am 13. Mai 2017.

Einschränkungen des Grundrechtes der Religionsfreiheit sind streng an den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen, der Kontext ist also entscheidend.

Abgesehen davon sind gerade entsprechende Verfahren for dem EuGH anhängig - es bleibt also spannend!

  • Ist zum Beispiel eine Unternehmenspolitik der Neutralität ein rechtmäßiges Ziel für eine mittelbar diskriminierende Regelung?
  • Muss zusätzlich die Angemessenheit und ein Regelwerk zur Zielerreichung gegeben sein?
  • Wenn das Unternehmen den Wert der Neutralität als Begründung anführt, muss dann auch die restliche Firmenkultur dem entsprechen?
  • Würde dann die Einschränkung nur bei Außenauftritten der DienstnehmerInnen gelten oder auch im internen Firmensetting?
  • Wenn ein Leiharbeitsunternehmen RezeptionistInnen vermittelt, die also den Außenauftritt des Beschäftigers direkt betreffen, gelten für diese dann die gleichen Regeln wie für überlassene Reinigungskräfte, bei denen der Außenauftritt des Beschäftigers weniger betroffen ist - und ist er das wirklich?

Spannende Fragen, die noch die eine oder andere Fortsetzung erleben werden!

Bildquelle: www.pixabay.com

 

  • Karin

    Seit 2007 verbietet die FIFA den Spielern das Tragen religiöser, politischer und persönlicher Symbole. Hier ist es also nicht der Arbeitgeber, sondern ein dem arbeitgebenden Verein übergeordnete Verband. Eine offizielle Begründung ist mir nicht bekannt, tät mich aber interessieren…
    … ich gehe für mich davon aus, dass die tatsächliche Begründung für dieses Verbot von den Sponsoren ausgeht – und da gibt’s halt einige im arabischen Raum.

    Ob dieses Verbot – falls meine Vermutung zuträfe – einer richterlichen Prüfung wohl standhalten würde?

    16. Juni 2017 20:52
    • Jürgen Atzlsdorfer

      Ja, die Begründung wär hier wirklich interessant! Interessenskonflikte spielen sicherlich auch mit und somit viel Geld.

      Unabhängig davon bin ich der Meinung, dass Religion im Sport nichts verloren hat und umgekehrt. Lassen wir uns überraschen; irgendwann wird das sicher auch Gegenstand einer richterlichen Prüfung sein.

      19. Juni 2017 09:44

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